Sparkassen und genossenschaftliche Finanzgruppe verlieren kontinuierlich Marktanteile im Depotmarkt

Sparkassen und genossenschaftliche Finanzgruppe verlieren kontinuierlich Marktanteile im Depotmarkt, vor allem an Trade Republic.

Viele Banken und Broker haben bereits ihre Geschäftszahlen für 2025 veröffentlicht, Grund genug für uns die Entwicklung der Marktanteile genauer unter die Lupe zu nehmen. Teilweise müssen wir auch lineare Hochrechnungen auf Basis der Halbjahreszahlen (Deka) oder Pressemitteilungen (DKB, ING) nutzen, das Bild sollte aber tendenziell richtig sein.

 

Sparkassen und genossenschaftliche Finanzgruppe verlieren Marktanteile, Trade Republic der Gewinner in der Kundengunst

 

Während der Marktanteil der Sparkassen Finanzgruppe seit 2020 von über 27% auf noch knapp über 21% gesunken ist, reduzierte sich der Marktanteil der genossenschaftlichen Finanzgruppe von ~25% auf knapp 20%. Bis Ende 2024 konnte Trade Republic dagegen seinen Marktanteil von knapp über 2% auf über 15% steigern.

Die Direktbanken und -broker bleiben unter 10% Marktanteil (ING Deutschland), bzw. sogar unter 5% (Consorsbank, Scalable Capital und DKB). Comdirect verteidigt noch einen kleine Vorsprung vor den anderen Direktanbietern, verliert aber seit 2020 leicht Marktanteile.

 

Quellen:
Bundesbankstatistik
Deka Stand 6/2025: 5,854 Mio. Depots, lineare Hochrechnung / Geschäftsberichte
Union Investment: Geschäftsberichte
TR: 2022 Stand Okt. 2022 / TR Pressemitteilungen (hier nur Depots in Deutschland)
ING: Geschäftsberichte, PR Meldung Januar 2026
DKB: Geschäftsberichte, PR Meldung zu Geschäftszahlen 2025 (Mrz 26)
Consorsbank: Consors in Zahlen, 2020: Stand 31.3.2021, 2022: Stand Mrz 2023
Comdirect: Geschäftsberichte bis Fusion, 2021: Schätzung, Börsen Zeitung Interview
Scalable: Handelsblatt, broker-test, Factsheets, Anzahl Kunden nicht Depots, 2021: Stand Febr. 2022, 2022: Stand Aug 2022, 2025: Stand Sept. 2025

Sparkassen und genossenschaftliche Finanzgruppe verlieren kontinuierlich Marktanteile im Depotmarkt

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Mit dem fw-Score wollen wir einen objektiven und nachvollziehbaren Erfüllungsgrad für die Qualität digitaler Lösungen einführen.

Der fw-Score wird auf einer Skala von 0 (schlecht) bis 100 (perfekt) abgetragen und soll so für eine Vergleichbarkeit von digitalen Lösungen stehen.

Nachdem wir in den letzten Jahren eine Vielzahl von Benchmarkings beauftragt und im Kundenauftrag begleitet haben, missfiel uns immer wieder, dass entweder eine Bewertung des Geschäftsmodells oder aber eine UX/UI-Bewertung erfolgte. Nie wurde versucht, die berechtigten wirtschaftlichen Interessen der Bank und die Kundenerwartungen in einem Benchmarking zu untersuchen.

Unser Anspruch und Antritt ist genau das sicherzustellen: Eine ausgewogene Betrachtung der wirtschaftlichen Wirkung für die Bank (Optimierung der Vertriebs- und Prozesskosten, Margenausweitung, usw.) und der Nutzererwartungen. Die wirtschaftliche Wirkung für die Bank bemessen wir im Digitalisierungsgrad und gewichten ihn mit 70%, während wir die Kundenerwartungen mit dem Bedienkomfort bewerten und mit 30% gewichten. Die beiden Kriterien schließen sich selbstverständlich nicht aus und sind auch nicht überschneidungsfrei.

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