Finanzdienstleister in der Aufmerksamkeitsökonomie – Best Practices

Game-like Design nicht Gameification-ist das Ziel in der Aufmerksamkeitsökonomie.
Im dritten Teil unserer Serie beleuchten wir konkrete Handlungsstrategien für Finanzdienstleister in der Aufmerksamkeitsökonomie. Wir analysieren erfolgreiche Best Practices aus verschiedenen Branchen und zeigen, wie diese auf den Finanzsektor übertragen werden können. Dabei untersuchen wir innovative Konzepte wie Game-like Design, datengetriebenes Storytelling und Embedded Finance, die Finanzdienstleistern helfen, die Aufmerksamkeit ihrer Zielgruppen zu gewinnen und nachhaltig zu binden.
Willkommen zu unserer Artikelserie „Finanzdienstleister in der Aufmerksamkeitsökonomie“. In dieser Serie beleuchten wir die tiefgreifenden Veränderungen, die das Internet und die digitale Kultur auf die Finanzbranche ausüben. Wir befinden uns in einer Ära, in der Aufmerksamkeit zur wertvollsten Ressource geworden ist. Diese Entwicklung hat nicht nur die Art und Weise, wie wir Informationen konsumieren, sondern auch, wie wir finanzielle Entscheidungen treffen, grundlegend verändert.

Was erwartet Sie in dieser Serie?

  • Teil 1: Von der Aufmerksamkeitsökonomie zur Memefikation – Ein neues Imperativ für Finanzdienstleistungen
    Im ersten Teil untersuchen wir, wie die Aufmerksamkeitsökonomie die Finanzmärkte beeinflusst und wie Memes, als kulturelle Phänomene, die Finanzwelt durchdringen. Sie erfahren, wie junge Investoren durch die Meme-Kultur geprägt werden und welche neuen Herausforderungen und Chancen sich daraus für Finanzdienstleister ergeben.
  • Teil 2: Memecoins als (bisheriger) Gipfel der Aufmerksamkeitsökonomie verstehen!
    Im zweiten Teil widmen wir uns den Memecoins, die als Verkörperung der Aufmerksamkeitsökonomie gelten. Wir analysieren, wie Memecoins entstehen, welche Mechanismen ihren Wert treiben und welche Risiken und Chancen sie mit sich bringen. Zudem diskutieren wir den sogenannten „finanziellen Nihilismus“ und seine Auswirkungen auf die jüngeren Generationen.
  • Teil 3: Best Practices aus anderen Branchen analysiert und übertragen
    In den kommenden Teilen werden wir Best Practices aus anderen Branchen vorstellen und aufzeigen, wie Finanzdienstleister diese erfolgreich adaptieren können.

Finanzdienstleister in der Aufmerksamkeitsökonomie (Teil 3):

In der heutigen digitalen Welt, in der Aufmerksamkeit eine knappe und wertvolle Ressource ist, stehen Finanzdienstleister vor der Herausforderung, die Aufmerksamkeit ihrer Zielgruppe nicht nur zu gewinnen, sondern auch langfristig zu halten. Um in diesem intensiven Wettbewerb erfolgreich zu sein, lohnt es sich, von Unternehmen aus anderen Branchen zu lernen, die bereits erfolgreich in der Aufmerksamkeitsökonomie agieren.

In diesem dritten Teil unserer Serie stellen wir Best Practices vor, die Finanzdienstleister adaptieren können, um ihre Kunden besser zu erreichen und zu binden. Wir analysieren Beispiele aus verschiedenen Branchen – von Gaming über Musik-Streaming– und zeigen auf, wie diese Prinzipien auf die Finanzbranche übertragen werden können. Dieser praxisorientierte Leitfaden bietet konkrete Handlungsempfehlungen, wie Finanzdienstleister durch gamifizierte Erlebnisse, personalisierte Inhalte und nahtlose digitale Prozesse die Aufmerksamkeit ihrer Kunden gewinnen und halten können. Zudem diskutieren wir, wie diese Ansätze an die spezifischen Anforderungen und Rahmenbedingungen der Finanzbranche angepasst werden müssen.

Game-like Design statt einfacher Gamification

Erfolgsbeispiele wie Duolingo demonstrieren, dass interaktive Elemente wie personalisierte Belohnungen, Herausforderungen, Punkte und Abzeichen erstmal nur kurzfrisitg das Nutzerengagement steigern. Wichtiger ist es auch sinnstiftende Erlebnisse zu schaffen, die zu kontinuierlicher Weiterentwicklung und messbarem Fortschritt motivieren.

  • Anwendung für Finanzdienstleister: Ähnliche Ansätze können genutzt werden, um Sparziele, Lernprozesse oder die Interaktion mit Produkten spielerisch zu gestalten. Dies fördert nicht nur das Interesse der Kunden, sondern kann auch langfristiges finanzielles Wohlverhalten unterstützen.

Personalisierung und datengetriebenes Storytelling

Spotify Wrapped ist ein Paradebeispiel dafür, wie personalisierte Inhalte das Nutzererlebnis verbessern und die Kundenbindung stärken können. Durch die Analyse von Nutzerdaten lassen sich maßgeschneiderte Angebote und Empfehlungen erstellen.

  • Anwendung für Finanzdienstleister: Durch die Analyse von Kundendaten können Finanzdienstleister personalisierte Einblicke und Empfehlungen anbieten. Dies schafft eine tiefere Verbindung zum Kunden und erhöht die Relevanz der angebotenen Dienstleistungen.

Nahtlose und intuitive User Experience

Ein reibungsloses Onboarding ist entscheidend für den ersten Eindruck eines neuen Kunden. Die Design-App Figma oder Miro, ein Kollaborationstool sind hier gute Beispiele.

  • Anwendung für Finanzdienstleister: Jeder Touchpoint in der Customer Journey sollte optimiert werden. Der Einsatz von Technologien wie Künstlicher Intelligenz (KI) und Automatisierung kann dabei helfen, ein nahtloses, personalisiertes Erlebnis zu schaffen.

Gemeinschaft und soziales Engagement fördern

Finanz-Communities wie Finanzfluss bieten Raum für Austausch, gegenseitige Unterstützung und gemeinsames Lernen. Diese Plattformen stärken das Engagement und die Loyalität der Kunden.

  • Anwendung für Finanzdienstleister: Nicht jeder Finanzdienstleister kann vielleicht eine eigene Communities initiieren aber zu mindestens Bestehende unterstützen. Gamifizierte Elemente wie Teambildung oder Wettbewerbe schaffen zusätzliche Anreize für eine aktive Teilnahme.

Kooperationen und Ökosysteme

Partnerschaften mit Unternehmen aus anderen Branchen eröffnen neue Möglichkeiten durch sogenannte Embedded Finance-Lösungen. Eine Save Now, Buy Later Strategie für Reiseplattformen wie Booking.com integriert Finanzdienstleistungen für das Ansparen auf Finanzziele nahtlos in den Alltag der Kunden, fördert die Kundenbindung und sorgt für neue Revenue Streams:

  • Anwendung für Finanzdienstleister: Embedded Finance ermöglicht es Unternehmen aus anderen Branchen (z.B. Einzelhandel oder Technologie), Finanzprodukte direkt in ihre Dienstleistungen einzubetten. Dies erweitert den Markt erheblich und bietet neue Wachstumschancen für Finanzdienstleister.

Fazit

Die Aufmerksamkeitsökonomie stellt hohe Anforderungen an alle Marktteilnehmer – auch an traditionelle Finanzdienstleister. Um in dieser neuen Realität erfolgreich zu sein, müssen sie innovative Ansätze aus anderen Branchen adaptieren und ihre Dienstleistungen stärker auf das Kundenerlebnis ausrichten. Gamifizierte Erlebnisse, personalisierte Inhalte sowie nahtlose digitale Prozesse sind dabei entscheidende Faktoren im Wettbewerb um die Aufmerksamkeit der Kunden. Durch den Einsatz dieser Best Practices können sich Finanzdienstleister langfristig als relevante Akteure in der digitalen Welt positionieren.

Finanzdienstleister in der Aufmerksamkeitsökonomie – Best Practices

Inhaltsverzeichnis

Über den Autor
Joshua Olbrich
Consultant

Joshua Olbrich ist ein versierter Berater mit ausgeprägter Expertise im digitalen Banking und im Kryptowährungsumfeld. Er entwickelt innovative Go-to-Market-Strategien und gestaltet nutzerzentrierte Produktkonzepte, die digitale Prozesse effizient optimieren. Mit einem scharfen Marktverständnis und analytischem Scharfsinn kombiniert er technisches Know-how mit strategischer Weitsicht, um Unternehmen zukunftsweisende Lösungen zu bieten. Dabei überzeugt er durch praxisorientierte Ansätze, die komplexe Herausforderungen moderner Finanz- und Technologiemärkte erfolgreich adressieren.

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Wie haben wir getestet?
Über den fw-Score

Mit dem fw-Score wollen wir einen objektiven und nachvollziehbaren Erfüllungsgrad für die Qualität digitaler Lösungen einführen.

Der fw-Score wird auf einer Skala von 0 (schlecht) bis 100 (perfekt) abgetragen und soll so für eine Vergleichbarkeit von digitalen Lösungen stehen.

Nachdem wir in den letzten Jahren eine Vielzahl von Benchmarkings beauftragt und im Kundenauftrag begleitet haben, missfiel uns immer wieder, dass entweder eine Bewertung des Geschäftsmodells oder aber eine UX/UI-Bewertung erfolgte. Nie wurde versucht, die berechtigten wirtschaftlichen Interessen der Bank und die Kundenerwartungen in einem Benchmarking zu untersuchen.

Unser Anspruch und Antritt ist genau das sicherzustellen: Eine ausgewogene Betrachtung der wirtschaftlichen Wirkung für die Bank (Optimierung der Vertriebs- und Prozesskosten, Margenausweitung, usw.) und der Nutzererwartungen. Die wirtschaftliche Wirkung für die Bank bemessen wir im Digitalisierungsgrad und gewichten ihn mit 70%, während wir die Kundenerwartungen mit dem Bedienkomfort bewerten und mit 30% gewichten. Die beiden Kriterien schließen sich selbstverständlich nicht aus und sind auch nicht überschneidungsfrei.

Aus digit.cologne wird finwyz

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Banking
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2018 starteten wir als digit.cologne in Köln und mit branchen-übergreifenden Beratungsangeboten.

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